Umzug 2015, Teil 2

Es ist spät, ich sollte schlafen. Aber vorher will ich noch kurz berichten, was sich in den letzten Tagen so alles getan hat.

Am Samstag waren wir mit der halben Familie in der neuen Wohnung und haben gerödelt (während die Omas auf die Kinder aufpassten). Eine besonders widerspenstige Tapete und der Strukturputz im Wohnzimmer fielen unserem Tatendrang zum Opfer. Zwischendurch war ich noch mit meinem Vater im Baumarkt: Herausfinden, wo es Arbeitsplatten mit passender Nischenrückwand zu erträglichen Preisen gibt, riesige Verlegeplatten ausfindig machen und schon mal Deckenpaneele fürs Bad mitnehmen, weil die so günstig waren.

Da wir im Moment hauptsächlich sehr laute Arbeiten zu erledigen haben, war Sonntag Pause angesagt. Heute ging es weiter: den Vormittag verbrachte ich mit einer großen, aber notwendigen Shoppingrundtour zu Tchibo, Ikea, Fahrradladen, dm, Deichmann und Möbelhaus. Dann ab zum Kindergarten, MiniMi abholen, die Kinder bei Oma lassen und mit Opa weiter in die neue Wohnung. Ich war heute zwischen halb neun und 19 Uhr nur etwa drei Minuten zuhause

Mein Vater hat heute angefangen, den Flur zu verputzen, während ich mit dem Winkelschleifer dem Rauhputz in der Küche zu Leibe rücken durfte. Anschließend folgte die unselige Dreifaltigkeit Kehren-Saugen-Putzen. Der Schleifstaub dringt durch jede Ritze und breitet sich in der ganzen Wohnung aus. Nach jeder Schleifeinlage gilt es deshalb nicht nur, die eigene Wohnung halbwegs von den unglaublich feinen Staub zu befreien, sondern auch den verdreckten Hausflur zu reinigen. Das tat ich heute zum dritten Mal in vier Tagen. Mein Ehrenname ist Sysiphos.

Morgen folgt dann hoffentlich die letzte Runde Schleifen, so dass anschließend tapeziert und gestrichen werden kann. Außerdem braucht das Bad noch seine neue Decke. Aber es wird. Langsam, aber sicher.

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Umzug 2015, Teil 1

Noch sind nur 30 Kisten gepackt, aber es lässt sich nicht leugnen: Bald geht es los, wir ziehen um. Nachdem die Situation mit den Nachbarn für uns unerträglich wurde, haben wir glücklicherweise ganz in der Nähe eine neue Wohnung gefunden. Erdgeschoss, große Terasse, 4 Zimmer – es scheint, schön zu werden.

Vorher gibt es aber nochmal jede Menge Arbeit. Diese Woche waren die Handwerker in der Wohnung und haben die gesamte Elektrik erneuert. Die war nämlich in einem sehr (sehr, sehr) bedenklichen Zustand. Herr Zeitlos, zufällig auch Mann vom Fach auf diesem Gebiet, zog die passenden Vorschriften aus der Tasche und drohte dem Wohungsverwalter mit Rücktritt vom Vertrag. Da waren wir beide ziemlich fertig, bis der erlösende Anruf kam: alles wird neu gemacht.

Dafür haben jetzt alle Wände hübsche, frisch verputzte Schlitze. Mit “nur Streichen“ ist es deshalb nicht getan. Wir haben noch ein bisschen Pensum vor uns: drei Räume tapezieren und streichen, in zweien Strukturputz abschleifen und streichen, im Flur Rauputz beiputzen und streichen und im Bad eine neue Decke einziehen.

Dazwischen beschäftige ich mich neben tausend anderen Sachen mit der Frage, woher ich eine Arbeitsplatte mit Nischenverkleidung für die Küche her bekomme – möglichst wie die aktuelle Platte, die nachzukaufen wohl unerschwinglich ist. Meine bezaubernde Küche ist erst ein Jahr alt. Eigentlich hätte ich die tolle Platte länger behalten, aber in der neuen Wohnung sind die Geräte genau anders herum angeordnet.

Morgen ist nochmal großer Schleiftag in der Wohnung. Das heißt auch viel Staub und viel putzen.  Aber dafür wird es dann irgendwann schön hoffentlich.

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Geschlechtsspezifische Fuhrparkerweiterung

Neulich im Spielwarenladen: Das MiniMi durfte sich zwischen einem grünen und einem lila Roller entscheiden. Sie war sich unsicher. Da fühlte sich die Verkäuferin geneigt zu sagen: “Grün ist ja eigentlich besser. Da kann ihr Sohn auch später mit fahren.” Zack.

Ich war im Begriff einen Roller für 100 Euro zu kaufen. Dachte sie ernsthaft, ich würde in zwei Jahren noch einen davon kaufen, nur weil das Ding keine klassische “Jungenfarbe” hat? Ehrlich?

“Sie haben Recht!” wollte ich erst anworten. “Wir nehmen grün. Sonst fällt dem armen Kind bestimmt der Penis ab, wenn es den Roller anfasst!” Aber das hätte seitens MiniMi bestimmt zu interessanten Nachfragen geführt. Stattdessen sagte ich nur “Mein Sohn darf auch mit einem lila Roller fahren.” Schade eigentlich.

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Mein Sofa

In meinem Sofa gibt es einen Magneten. Einen Popomagneten. Er schaltet sich automatisch abends ein, wenn die Kinder eingeschlafen sind.  Mit viel Willenskraft schaffe ich es, außerhalb seiner Reichweite zu bleiben, die Küche aufzuräumen oder noch ne Wäsche anzuwerfen im Keller. Aber wehe ich komme ins Wohnzimmer. Dann macht es bsssssssssssssssssssssssssssssst und schon werde ich quer durch den Raum auf die Polster gezogen. Ich schwöre, ich kann da nichts für.

P.S.: Merkwürdigerweise geht der Magnet im Sofa meist gegen 23 Uhr aus. Dafür springt in der Matratze im Schlafzimmer ein anderer Magnet an.

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Tägliche Traumreise

Wie das mit Ritualen so ist: Sie sollten immer gleich ablaufen, sonst sind es keine Rituale. Teil unserer abendlichen Routine sind Zähneputzen, Geschichte lesen, beten und singen. Und während ich das MiniMi ins Bett lege, zwischen Zudecken und Gute-Nacht-Kuss, haben wir noch unsere besonderen zwei Minuten. Dann erzählt sie mir, wovon sie träumen wird in der kommenden Nacht.

Mit zwei Kindern in geringem Altersabstand sind die Tage oft hektisch. Muttern hetzt durch den Alltag, das Baby braucht ständig Aufmerksamkeit usw. Und ich merkte: Das MiniMi und ich hatten kaum Zeit für- und miteinander. Lange begleitet auch der Mann sie abends in den Schlaf, so dass wir nicht mal dort die gegenseitige Nähe hatten. Eines Abends fragte ich deshalb spontan: “Was machst Du denn heute im Traum?” Und so führen wir nun jeden Abend ein kleines Gespräch, in denen die Unternehmungen der Nacht geplant werden.

Meistens will das MiniMi in den Zoo. Sie erzählt mir dann von den Tieren, die sie sehen möchte, und von den Freunden, die mitkommen werden. Oft darf ich auch mit. Wir verabreden uns dann. Schließlich muss ich am Abend noch ein bisschen arbeiten, aber sie fährt schon mal vor in den Zoo. Ab und zu gebe ich ihr einen imaginären Traumtaler in die Hand, damit sie sich einen Brauselippenstift im Zookiosk holen kann. Das freut sie besonders.

Heute abend hat sie beschlossen, dass sie einkaufen gehen wird. Beim Abendessen gab es nämlich zu wenig Himbeeren! Das MiniMi hatte sich deshalb überlegt, sie werde mit He-Man zum Lidl fahren. Mit dem Auto. Er darf dabei wohl in ihrem Autositz sitzen. Sie schnallt ihn an, räumt den Kinderwagen ein und fährt dann selber. Da bin ich aber mal sehr froh, dass das nur eine Traumreise ist.

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Osterbasteleien

Eigentlich wollten die Mütter von MiniMis besten Freundinnen und ich heute mit den drei Mädels zu einem Osterbastelkurs. Das Anmeldeprozedere war uns schließlich zu kompliziert, so dass wir beschlossen selbst eine kleine Kreativrunde zu starten. Als begeisterte Bastelmuddi war ich zuständig ein paar Ideen aussuchen, die wir dann umgesetzt haben mit den drei Dreijährigen. Wichtig war mir dabei besonders, dass es einfache Vorhaben waren, bei denen die Kinder ganz fix ein Resultat erzielen konnten.

1. Frühlingskranz aus Spitzenuntersetzer
Inspiration für diese Bastelei war der Kaffeefilterosterkranz auf Happy Hooligans.
Man benötigt:
– Pappteller
– kleine Spitzenuntersetzer (12 oder mehr pro Kranz, wenn man normale Pappteler nimmt)
– frühlingshafte Wasserfarben und Pinsel

Zur Vorbereitung habe ich die Mitte der Pappteller ausgeschnitten und in jeden mit der Nagelschere rundherum 12 kleine Kreuze eingeschnitten.
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Für jedes Kind habe ich eine Wasserschale, Pinsel und ein großes Tablett als Unterlage bereit gehalten. Bei den Farben habe ich eine kleine Vorauswahl aus dem Wasserfarbkasten getroffen. So konnten die Mädels untereinander die Farbplättchen tauschen. Gleichzeit war sichergestellt, dass wir nachher keine Kränze in reinem braun und schwarz haben.

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Die Kinder haben dann jeder zwölf Untersetzer angemalt. Das hat tatsächlich ganz gut geklappt. Sie haben es geschafft, dass die dünne Papierspitze auch bei großzügigem Wassergebrauch nicht kaputt gegangen ist. Anschließend habe ich die nassen Kreise ganz vorsichtig leicht angeföhnt, um sie schneller zu trocknen.

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Sind die Untersetzer halbwegs trocken, drückt man mit einem Finger in die Mitte und formt so nach unten eine Spitze, die man durch die Kreuze im Pappteller steckt. Noch ein Band dran – Und schon ist der Kranz fertig.

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Das MiniMi war beim Farbauftrag sehr zurückhaltend und bestand darauf, nur den inneren Kreis der Untersetzer anzumalen. Aber ihr zartes Ergebnis hat was, finde ich.

Noch zwei Variationsideen: Man könnte vorher die Pappteller anmalen oder direkt bunte Teller verwenden. Statt Pappuntersetzer eignen sich auch Kreise aus weißem Kaffeefilterpapier.

2. Gestreifte Pappostereier
Diese Idee dafür stammt ebenfalls aus den Tiefen des Internets.
Man benötigt:
– helles Tonpapier
– Klebeband, das sich von Papier entfernen lässt (Washitape, Maskingtape oder Malerkrepp)
– Wasservermalbare Buntstifte und Pinsel

Vorbereitend habe ich aus dem Tonpapier Eier ausgeschnitten und Muster aus Klebeband aufgeklebt.
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Die Kinder haben dann die Eier mit Buntstiften angemalt und die Farben anschließend mit Wasser vermalt. Auch bei den Stiften habe ich vorab die Auswahl auf eine halbwegs frühlingshafte Palette beschränkt.
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Die Wahl des MiniMi fiel dabei auf rot. Nur rot. Ist jetzt nicht ganz so bunt, wie ich erhofft hatte, aber nun ja: Geschmackssache. Ist ja schließlich ihre Bastelei.
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Sobald die Eier getrocknet sind, lässt sich das Klebeband abziehen und schon ist das Ei fertig. Hier zum Vergleich ein fertiges Ei und eines noch mit Klebeband:
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Besonders von den Eiern war das MiniMi ganz angetan. Ich habe noch ein paar Vorlagen übrig, die wir sicherlich in den nächsten Tagen bemalen werden. Mal sehen, was uns noch einfällt zu basteln und zu werkeln. Im Kühlschrank warten zum Beispiel schon ausgeblasene Eier. Ein paar Kleinigkeiten für die Osterkörbchen der Großeltern wollen auch noch kreiert werden.

Bastelt ihr auch mit den Kinder zu Ostern? Was macht ihr da so, und in welchem Alter?

 

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Auf ins Reich der Fantasie

Es erscheint mir selbst ganz unglaublich, aber das MiniMi wird in Kürze schon drei Jahre alt. 3! Eigentlich kann das gar nicht sein. Andererseits sehe ich tagtäglich meine Tochter, die gar kein Baby mehr ist, ja nicht mal ein richtiges Kleinkind, sondern immer mehr ein Kind. Ein bezauberndes, kluges, fantasievolles Kind, dass beim Spielen furchtbar gerne “So tut als ob”: Als sei sie Arzt, Astronaut oder Mama.

Auf der Suche nach dem richtigen Geburtstagsgeschenk lief mir dabei die Idee einer Verkleidekiste über den Weg: Bingo! Mittlerweile habe ich als Zutaten dafür zusammengesucht:

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  • Spieltücher von Hans Natur
  • Schild, Schwert und Rittershirt
  • Flanellhemd und Warnweste
  • 1001-Nacht-Hut und -Schuhe
  • Augenklappe, Piratentuch und -shärpe
  • Elfenflügel, Tutu und Zauberstab

Nun bin ich natürlich gespannt, was das MiniMi dazu sagen wird. Praktischweise hat sie genau an Karnevalssonntag Geburtstag. Ich denke, Kostüme haben wir genug zur Auswahl.

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