Wipp, wipp, hurra

Als Kind wollte ich immer, immer, immer eine Hängematte haben – wenn bei Freunden eine im Garten hing, war ich sofort da drin (und oft genug auf der anderen Seite direkt wieder draußen). Leider hatten wir nie passende Bäume, geschweige denn einen Garten. Aber als ich fünf war, kaufte mein Vater ein kleines Schiff (und später ein etwas größeres und noch später ein noch größeres). Auf dem Schiff zu schlafen, war fast so schön wie in der Hängematte: Immer schön sanft hin und her, hin und her. Herrlich! Auf dem Wasser habe ich sprichwörtlich geschlafen wie ein Baby, vor allem wenn der Wind die Wellen noch ein bisschen vorangetrieben hat.

Jetzt bekomme ich selber demnächst ein Baby – ein Schiff kann ich ihm leider nicht bieten. Der künftige Opa hat seines kürzlich aus Altersgründen verkauft. Ich könnte mir aber gut vorstellen, im kommenden Sommer auf dem Balkon zu liegen mit dem kleinen Zwuckel in einer Hängematte neben mir schaukelnd. Deshalb würde ich gerne beim Nonomo-Gewinnspiel die wunderschöne Babyhängematte gewinnen. Wer auch von idyllischen Wipp-Stunden träumt, kann einfach dem Link folgen und in den Lostopf hüpfen.

Advertisements

Ich hab die Nase voll.

Meine Nase treibt mich in den Wahnsinn mit ihrer Empfindlichkeit. So bald nur das kleinste moderige Küchengerüchlein an ihr vorbeiweht, versucht mein Mageninhalt wieder das Licht der Welt zu erblicken. Das ist mittlerweile schon ne richtige Psycho-Nummer geworden: Nur mit einem Tuch mit Zitronenöl vor dem Gesicht traue ich mich noch, die Küche zu betreten, geschweige denn, den Kühlschrank aufzumachen. Es würgt mich schon, wenn ich daran denke. Vorhin habe ich die ganzen Oberflächen in der Küche mit Essig abgewaschen und alles ausgemistet. Dann wollte ich den Müll runterbringen, aber der Mülleimergeruch hat mich wieder bezwungen. Das hat dann der Mann an meiner Seite übernommen. Er erbarmt sich auch gerade, räumt den Kühlschrank auf und wäscht ihn aus. Wär doch gelacht, wenn ich mir von meiner Nase auf selbiger rumtanzen lasse.

Der Mann an meiner Seite fand das vorgestern übrigens totaaaaal lustig, dass ich nicht wusste, was lan heißt.
Ich fand das gestern total lustig, dass er nicht wusste was narzistisch heißt-

Abgelegt unter: Ausgleichende Gerechtigkeit

Sprach-Grundkurs unterwegs

In der S-Bahn spricht eine junge Frau mit ihrer Mutter in recht gebrochenem Deutsch. Thema ist eine Bekannte, alleinerziehende Mutter, die wohl erzieherisch und generell benimmtechnisch nicht den Ansprüchen der jungen Frau genügt. Es geht um eine Wohnungsbesichtigung:
„Wir kucken so und sie so: ,Ey, lan, wie sieht das aus?‘ Ey und der Vermieter steht voll dabei und kuckt. Ich sach: ,Sei still, ey. Man sacht nicht lan!‘ Weißt Du, sacht die einfach lan, wo Vermieter dabei is. Kennst du lan, ne?“
Die Mutter schüttelt den Kopf.
„Lan, ne, also. Sacht man nicht lan. Lan ist, weißt Du, so schlechtes Wort halt“.

(Musste jetzt auch erstmal recherchieren was „lan“ tatsächlich heißt. Das ist wohl eine Verkürzung aus dem Türkischen und wird als Verstärkung im Satz zur Ansprache des Hörers genutzt, in etwa wie z.B. „Alter“. Die junge Frau hat wohl Recht: „Alter“ würde man zum Vermieter ja auch nicht unbedingt sagen. Weißte Bescheid, lan!)

Kotz-Content

Tolles neues Feature: Wenn mein Magen leer ist und ich mich irgendwie anstrenge, muss ich mich übergeben. Am ehesten in Kombination mit irgendeinem Geruch, ein Hauch von einem eventuell gerade nicht angenehmen Duft (sprich: alles was irgendwie riecht). Schwupps, krempelt sich mein Magen ansatzlos auf links. Ergebnis: Ich sehe aus als hätte ich das ganze Gesicht voll mit blutigen Sommersprossen. Ich investiere dann mal ein Monatsgehalt in die Förderung der Make-up- und Abdeckstiftindustrie.

Irreführende Werbung

Das Babyticker mit dem süßen Bauch da rechts ist übrigens ganz und gar irreführend: So sieht meiner gar nicht aus und wird es vermutlich auch nie tun. Mein Bauch ist nämlich auch ohne Baby ganz schön dick und eher schwabbelig.
Das führt schon zu ein paar lustigen Begebenheiten in Kleidungsgeschäften. Bei Ulla P. habe ich kürzlich im Ausverkauf zwei Badeanzüge ergattert: Einen eine Nummer größer und einen zwei Nummern größer als eigentlich nötig. Ich hatte extra nachgefragt, ob es im Winter auch Bademoden gibt im Laden(der Babybauch wird ja doch irgendwann wachsen) und mich dann zum Vorsorgekauf entschlossen: Bei 20 Euro kann man ja fast nix falsch machen. An der Kasse bot die Verkäuferin mir eine Kundenkarte an, um direkt danach zu sagen: „Ach, die brauchen Sie ja dann demnächst gar nicht mehr.“ *räusper* „Ähm,“ sage ich. „Ich habe noch gar nicht zugenommen…“ (Na gut: 1 Kilo)
Dass ich nach der Geburt also als zarte Elfe auferstehe ist doch relativ unwahrscheinlich. Ich hab dann die Kundenkarte mal mitgenommen.