Hormon-Schubidubdu

Vor ein paar Tagen lief eine Dokumentation im Fernsehen über Schwesternschülerinnen im ersten Jahr. Eine wurde ganz am Anfang auf der Wochenstation eingesetzt und musste ein Baby umziehen. Und das Baby hat geweint, weil es das mit dem Umziehen nicht so prikelnd fand. Und jetzt raten wir alle mal, wer da noch direkt mitgeheult hat, weil ja das Neugeborene so mitleiderregend geknöttert hat? Genau. Der sprichwörtliche Schlosshund war nix dagegen. I swear, da muss eine Direktverknüpfung zwischen Schwangerschaftshormonen und Tränendrüsenöffnungsfunktion bestehen…

Außerdem aus der Rubrik „Hormon-Probleme“: Letzten Montag beschlossen endlich mal schwimmen zu gehen. Morgens Tasche gepackt mit allem Zipp und Zapp (u.a. neuer Badeanzug), um direkt nach der Arbeit ins Schwimmbad zu flitzen. Dann im Halbschlaf ab zur Bahn, in der Bahn weiter gedöst, im Halbschlaf ausgestiegen. Beim Bächer was zu trinken geholt und gedacht: „Kann ich ja in die Tasche packen.“ Stutzen. Dann die Erkenntnis: Keine Tasche am Arm. Die fuhr leider weiter Richtung Solingen und ist bislang nicht wieder aufgetaucht.
(Nächste Woche neuer Versuch: Gut, dass ich mir im Ausverkauf gleich zwei Badeanzüge geholt habe.)

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Erziehungsvorbereitung

„Müssen wir dann eigentlich auch good Cop/bad Cop spielen?“ fragt mich der Mann.
Ich erkläre, dass es eigentlich besser wäre, wenn wir beide die gleiche Linie verfolgen und eine Meinung gegenüber dem Kind vertreten: Also bad Cop/bad Cop oder good Cop/good Cop. Der Mann ganz enttäuscht: „Ich will aber dann der goodere Cop sein.“

Es wird…

… ein Junge. Sagt mein Papa – und der muss es wissen. Er hat eine angeblich unschlagbare Methode das herauszufinden. Seit mehr als 40 Jahren hat er bei allen schwangeren Frauen in der Verwandschaft einen Test gemacht und immer richtig gelegen, welches Geschlecht das Kind hat – eine unfassbare Erfolgsquote.
Ich verrate jetzt nicht, was genau er macht, denn ein Blick in Google hat mir gezeigt, dass dieses tradierte „Familiengeheimnis“ noch nicht im World Wide Web bekannt ist. Es ist nichts esoterisches wie Pendeln: Die werdenen Mütter müssen eine ganz alltägliche Bewegung machen und er sagt dann, ob es ein Mädchen oder Junge wird.
Gestern waren wir bei meinen Eltern im Garten und meine Mutter hat die ganze Zeit genervt, dass er noch den Test machen muss. Sie hatte mich schon zwei mal bei der gefragten Bewegung beobachtet und war fest davon überzeugt, dass es ein Mädchen wird. Kurz bevor wir gehen wollten, haben wir dann den Test gemacht, aber diesmal hatte ich mich wohl anders bewegt: Meine Mutter war richtig enttäuscht, dass ihre Prognose nicht bestätigt wurde: Wo sie doch zweimal gesehen hat wie ich… Mein Vater sagte gar nichts. Als meine Mutter vor der Türe immer noch haderte, brummte er nur: „Das wird ein Junge und er hat rote Haare.“

Jetzt bin ich mal gespannt. Zumindest den ersten Teil seiner Prognose können wir ja eventuell vor der Geburt im Ultraschall klären. Und ich werde mal meine Hebamme fragen, ob sie diesen ominösen Test auch kennt.

Nebeneffekt

Im kommenden Jahr wird das erstemal seit Jahren sein, indem ich ein großes Fußball-Turnier und Olypmische Spiele gänzlich unabhängig meiner Arbeitszeiten schauen kann. Was war das früher schön zu Uni-Zeiten! (Ich verdränge jetzt mal, dass der kleine Wutz mich dann wahrscheinlich davon abhält und dass es vielleicht auch nicht so ganz pädagogisch wertvoll ist, mit einem schlafenden Säugling im Arm Fußballer anzuschreien.)