Dies und Das

– Hormon-Hinundher: MiniMi legt die Stirn in Falten und ich sage zu ihr: „So siehst Du ja aus wie eine 89-jährige Oma“. Bei dem Gedanken, dass ich nie sehen werde, wie sie mit 89 aussieht, steigen mir die Tränen in die Augen.

– Erstes Müdigkeitstief: Heute Nacht haben wir alle um drei Uhr den Wecker zur nächsten Stillsitzung geflissentlich überhört. Das MiniMi hat sich dann gegen halb fünf als Naturwecker betätigt.

– Jeans-Gewicht erreicht: Auch wenn die Formen an sich noch deutlich zu wünschen über lassen, passe ich zumindest wieder in die erste Vor-Schwangerschafts-Jeans. Mein Gewicht liegt sogar zwei Kilo niedriger als am Anfang. Herr Zeitlos findet das unfair und fragt, wie er denn jetzt die angesammelten Pfunde aus den letzten Monaten loswerden soll.

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Zeitlos-Productions proudly presents: MiniMi

Die Zeit vergeht wie im Flug: Eine ganze Woche ist sie heute schon alt, die kleine MiniMi. Hier ein Foto vom ersten Tag:
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Der Spitzname beruht auf ihrem Vornamen, denn in Wahrheit ist sie kein MiniMe sondern eher ein MiniHe. Jeder sagt sofort, dass sie aussieht wie ihr Papa und ich finde das ganz wunderbar. Die beiden haben die gleichen Augen, die gleichen Haare, den gleichen Mund – halt alles einmal in groß und männlich und einmal in klein und niedlich.

Seit vorgestern Abend hält die Gelbsuchts-Müdigkeit sie auch nicht mehr ständig in den Fesseln und ihr Hunger wird größer. Leider schreit sie die Brust nur noch an, anstatt an ihr zu trinken. Der Tag zerfällt deshalb immer mehr in kleinere Abschnitte zwischen Anlegeversuchen, Füttern und Abpumpen. Aber auch das wird sich sicher geben. Im Gegenzug becirct sie uns mit ihren Kulleraugen, den weichen Flaumhaaren und ihrem warmen Babyduft, so dass Herr Zeitlos und ich darum buhlen, wer die MiniMi denn nun als nächstes halten/füttern/wickeln etc. darf.

Gerade hat sie Mamazeit: Sie hängt im Tragetuch vor meiner Brust und schnorchelt mir in den Ausschnitt. Endlich Zeit, mal wieder was mit beiden Händen zu erledigen…Da aber in der Küche noch ein Berg zu spülen wartet, muss ich den Geburtsbericht erstmal weiter auf die lange Bank schieben.

Last but not least: Ich möchte mich ganz herzlich für all die lieben Kommentare – auch schon in der Wartezeit vor der Entbindung – bedanken. Das hat sehr gut getan!

40+2 – Hopp, Schneckchen!

Gestern beim CTG zeigt sich die kleine Maus als Schnarchliese: Trotz rütteln und Schieben ließ sie sich nicht dauerhaft wecken. Also durfte ich heute morgen zur erneuten Messung kommen mit der strikten Anweisung, vorher einen Liter Flüssigkeit und eine Tasse Kaffee zu trinken. Vorteil: Das Kind war wach beim CTG. Nachteil: Meine linke Niere ist jetzt sauer. Sehr sauer. Sobald ich stehe oder gehe fühlt es sich an, als hätte ich ein Messer unter den Rippen stecken. Lakonischer Therapievorschlag meiner Hebamme: Geburt. Vielleicht finde ich ja einen Kurierdienst, der eine Räumungsklage im Eilverfahren in meiner Gebärmutter zustellt?
Dabei würde ich eigentlich gerne ein Ründchen ins Einkaufszentrum fahren. Aber Herr Zeitlos hat keine Lust, neben seiner keuchenden, ächzenden Frau herzuschleichen. Angeblich bin ich im Moment „das langsamste Lebewesen der Welt“. Selbst Schnecken könnten mich überholen, sagt er – und ich weiß nicht, ob da nicht ein Körnchen Wahrheit drin steckt. Freundlicherweise hat er angeboten, mir einen Rundparcour im Wohnzimmer auf den Boden zu malen, den ich dann ablaufen kann. Naja. Solange er mir kein Zaumzeug anbietet….

Der wohltemperierte Mann

Herr Zeitlos hat Mist gebaut: Er hat ein Paket bestellt und es aus Versehen an seinen Bruder senden lassen, statt an sich. Jetzt ist er sauer – eigentlich im Speziellen auf sich, aber natürlich deshalb auch auf die Menschheit im Allgemeinen. Und tobt rum: Was das jetzt für ein Aufwand wäre, wenn der Nachbar vielleicht das Paket annimmt und er den Rücksendeaufkleber nur hier ausdrucken kann und hin und her und trallala. Wenn ich Lust habe, verrate ich ihm, dass sein Bruder einfach einen Zettel für den Boten an die Türe hängen kann, auf dem „Annahme verweigert“ steht. Aber nur wenn ich Lust habe. *g*

Mein Kind hat einen komischen Humor

Zwei wunderbare Vorabendstunden lang hatte ich die Hoffnung, die kleine Maus macht sich auf den Weg: Ein deutliches, kräftiges Ziehen im Bauch etwa alle 10 Minuten. Ich brachte – just to be sure – fix die Küche in Ordnung, wusch mich und zog mir anständige Unterwäsche an. Um noch ein bisschen Kraft zu sammeln, falls es wirklich, wirklich los geht, legte ich mich in die Couchlandschaft (aka ausgezogene Sofaecke). Und schwupps war das Ziehen weg. Kaum bin ich wieder aufgestanden, fängt das Ziehen wieder an.
Mein liebes Kind: Es wäre ja schön, wenn Du dich entscheiden würdest und mir nicht schon vor Deiner Geburt eine durchwachte Nacht bescherst. Dein Papa kann sich ja mit rauen Mengen Koffein über Wasser halten, aber die Option habe ich leider nicht.

Kleines Sonntagsrätsel

Liebe Leser,
zur Feier des Tages ein kleines Rätsel. Also, aufgepasst!

Geheimnisvoller Anrufer: „Wir wollten mal vorbeikommen und Dir noch die restlichen Sachen bringen. Sollen wir Kuchen mitbringen?“
Ich (vorsichtig): „Eigentlich möchte ich keinen Besuch haben heute.“
Geheimnisvoller Anrufer: „Mhh.“ *Schluck* (nach hinten gerichtet) „Sie möchte nicht, dass wir vorbeikommen“ *schnief*

Na, liebe Leser, wer war der geheimnisvolle Anrufer?

(Ne, mal Spaß beiseite: Bin ich bescheuert, oder warum darf ich nicht mal höflich sagen, wenn ich keine Lust auf Besuch habe?)

40+0 – ET bislang ohne E in Sicht

Hach. Seufz. Gestern Abend hatte ich die leise Hoffnung, dass es vielleicht, eventuell doch ganz langsam mal losgehen könnte. Ein leichtes, aber unregelmäßiges Ziehen im Bauch: Mal nach 7 Minuten, mal nach 20. Nach dem ich aber im Bett lag, war der Zauber vorbei.
Ansonsten fühle ich mich, als wären meine südlichen Regionen dauerhaft Leck geschlagen. Mein letzter PH-Wert-Testhandschuh behauptet aber, dass das kein Fruchtwasser ist. Das ist für die kleine Maus natürlich schön, für mich allerdings nur *grmpf*.
Wir warten also weiter (Auch der Herr Zeitlos wird langsam aber sicher etwas unruhig). Aber wie sagte Mama Miez so schön: Spätestens in 14 Tagen!