Worrying means you suffer twice

Nachdem ich das Jahr recht pessimistisch gestartet habe, kann ich euch zum Jahresabschluss keinen wirklich besseren Ausblick geben. Global gesehen war 2016 natürlich furchtbar, da muss ich jetzt nicht groß ausholen. Wir haben alle die Bilder gesehen und die Nachrichten gelesen: Nach mehr als 70 Jahren Frieden in Europa kriechen die Idioten wieder aus allen Ecken hervor und bombadieren (mit Worten und Taten) die Idee einer friedlichen Gemeinschaft.

Von außen gesehen war mein eigenes Leben vermutlich ganz okay: Zwei meist gesunde Kinder, ein Ehemann mit Festanstellung, eine Wohnung, ein Auto, ein voller Kühlschrank. Leider lässt sich das nicht so einfach in Glück und Seelenfrieden übersetzen. Mehrmals musste ich mich dieses Jahr an den eigenen Haaren aus ganz tiefen Löchern rausziehen. Die negative Weltlage hat ihr übriges dazu beigetragen.

Aber irgendwie muss es ja weitergehen. Die Hälfte der dunklen Winterzeit ist zum Beispiel schon geschafft und ich habe tatsächlich noch ein paar Gefühle und Regungen in mir, die nicht dem Licht- und Vitamin-D-Mangel anheim gefallen sind. Und direkt im neuen Jahr darf ich mit einem Job endlich wieder ins Arbeitsleben einsteigen.

Ein Satz, der neuerdings über meinem Schreibtisch hängt, stammt aus J.K. Rowlings neuem Film, in dem Newt Scamander sagt „My philosophy is worrying means you suffer twice“. Mein altes Ich, mein unverheiratetes, kinderloses Ich mit dem superduper Job und ohne jede Ahnung wie tief die innere Dunkelheit sein kann, findet sich da genau wieder. Für das neue Jahr wünsche ich mir einfach, dass dieser Satz wieder mehr meine Philosophie sein kann.