WMDEDGT 09/15

Frau Brüllen will immer am 5. wissen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Oder kurz: WMDEDGT? Hier die September-Edition.

Wie jeden Samstag startet der Tag mit dem MiniMichen Schwimmkurs. Weil ich gestern Abend zu faul war, muss ich zwischen sieben und acht nicht nur die Kinder und mich anziehen, befrühstücken und hygienisch grundversorgen, sondern auch noch die Schwimmtasche packen. Dann das MiniMi geschnappt und zum Krankenhaus gebraust. Dort ist nämlich die Schwimmhalle.

45 Minuten dauert der Kurs. Wir üben “Krokodilsarme“, “Froschbeine“ und tauchen. Das MiniMi ist heute auf latenten Widerstand gebürstet. Schließlich lasse ich das Dauerüberreden und -motivieren sein und schwimme einfach selbst ein paar Bahnen. Es folgen duschen, anziehen, Haare föhnen und ab nach Hause. In Auto führen wir ein kleines Gespräch darüber, dass 9€ die Stunde etwas viel sind zum Plantschen und Rumbocken, dass wir das im Schwimmbad billiger haben können und dass ich sie nicht zum nächsten Kurs anmelde, wenn sie nicht mitmacht.

Kurz vor 10 Uhr sind wir zuhause. Ich werfe die Waschmaschine an und telefoniere mit meiner Mutter, die gerne hätte, dass wir sie besuchen. Wir schlagen vor, erstmal in den Zoo zu fahren (wir haben alle Dauerkarten). Die Kinder lieben den Indoorspielplatz und das Wetter soll schlechter werden. Es wird sich zeigen: Perfekte Entscheidung.

Um Viertel nach elf treffen wir uns also mit Oma und Opa im Zoo. Es fängt an zu tröpfeln und ich habe keine Regensachen für die Kinder mit. Noch reicht aber das Sonnendach vom Bollerwagen. Wir marschieren Richtung Indoor-Spielplatz mit kleinen Zwischenstopps bei den Tigern und den roten Pandas.

Wir schnappen uns unseren Lieblingstisch im Gastrobereich. Während die ersten Pommes in unseren Bäuchen verschwinden, trommelt ein Den-hält-kein-Regenschirm-aus-Schauer aufs Dach. Als die Kinder satt sind, wechseln wir uns ab, sie in der Halle beim Rumtoben im Auge zu behalten. Ich bin hauptsächlich für Toilettenbegleitungs- und Wickeldienst eingeteilt. Gegen Viertel nach eins machen wir uns wieder auf die Socken. He-Man wird in den Bollerwagen gelegt und verfällt in komatösen Mittagsschlaf.

Gegen zwei haben wir die Runde durchs Tropenhaus beendet und sind zurück am Auto. Ich wecke He-Man, setze ihn ins Auto und verräume das Zeug aus dem Bollerwagen. Wir fahren zu meinen Eltern nach Hause.

Dort fällt mir ein, dass Penny heute Überraschungseier im Angebot hatte: 4 Stück für 1,99€. Schnell wieder in die Schuhe gesprungen und die Filiale zwei Ecken weiter angesteuert. Für Weihnachten kaufe ich direkt mal drei Pakete auf Vorrat, nehme noch Himbeeren für 70 Cent mit und lege mich mit einer Frau an, die ihr Kind auf die Finger haut. Darauf ein Weg-Eis zum Runterkommen.

Bei meinen Eltern steht Kuchen und Kaffee parat. Den Rest des Nachmittags male ich mit dem MiniMi und spiele Duplo mit He-Man. Auf dem Heimweg singen das MiniMi und ich gefühlte hundert Mal “Keiner soll im Regen stehen“, “Der Gorilla mit der Sonnenbrille“, “Komm hol das Lasso raus“ und “Heute kann es regnen, stürmen oder schnein“ singen. Bei letzterem erleide ich regelmäßige Lachanfälle, weil Herr Zeitlos zwischen den Versen immer ein tiefes “Bumm, bumm“ einstreut.

Zuhause decke ich den Abendbrot-Tisch, esse mein leckeres selbst gebackenes Zwiebelbrot und gucke Punkt sechs per Handy-App Sandmännchen mit den Kindern. Wie immer putze ich ihnen anschließend die Zähne. Ich tue dabei so, als wären sie gefährliche Krokodile und ich hätte furchtbare Angst. Dazu muss ich das Kroko-Doc-Werbelied singen, damit es richtig Spaß macht.

Ich werfe beide Kinder fix in ihre Schlafanzüge, reiße das Fenster auf und während die kalte Luft uns umströmt lese ich “Hänsel und Gretel“ und “Tischlein deck dich“ vor. Fenster zu, Küsschen verteilen und schon kann ich mit unserem fünfteiligen Gute-Nacht-Lied-Repertoire loslegen. Mit der linken Hand kraule ich dem MiniMi den Kopf, während von rechts He-Man versucht, in meinem Ausschnitt rumzufuchteln. Beide schlafen kurz nach dem Singen um sieben ein und noch während ich anfing, diesen Text zu tippen.

Jetzt warten noch Waschmaschine und Trockner auf mich, in etwa einer Stunde auch die Spülmaschine. Zudem will das ganze Ausflugsproviantgeraffel ausgepackt werden. Das Sofa ruft aber auch ganz schön laut.

Was Frau Brüllen und einige andere heute gemacht haben, erfährst Du hier.

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2 Gedanken zu “WMDEDGT 09/15

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