Umzug 2015, Teil 3

In den vergangenen zwei Tagen ist ganz schön viel passiert in der Wohnung und gleichzeitig ganz schön wenig. Aber es ist halt soviel passiert, wie man mit zwei bzw. drei Leuten am Tag schafft (von denen eine kein Handwerker ist und einer schon Mitte 70).

Seit gestern mit im Boot ist Malerunterstützung aus der Verwandschaft. Auf Anweisung des Profis haben mein Vater und ich gestern die Decke im Kinderzimmer abgespachelt und so etwa drei bis acht alte Farbschichten abgetragen, die sich unter der Tapete versteckt hatten.

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Ein halber Tag ist dabei drauf gegangen. Wir haben dann noch Tapete und Kleister besorgt, zig Dübel aus der Esszimmerwand gezogen und zwei Tuben Reparaturspachtel in den Löchern versenkt.

Heute bekam ich eine gründliche Einweisung in Tapeteneinkleistern. Und zwar bitte gleichmäßig, an den Wanduntergrund angepasst und ohne den Tisch zu verschmoddern. Außerdem durfte ich helfen eine Decke zu tapezieren – unter Bedingungen, bei denen jeder Arbeitssicherheitsbeauftrage auf der Stelle in Ohnmacht gefallen wäre. Mein Vater verputzte derweil weiter den Flur neu.

Mein Vater, ne? Der ist 75 und kommt jeden Tag und arbeitet von morgens bis abends mit mir in der Bude (weil Herr Zeitlos nämlich noch keinen Urlaub hat und beruflich sehr eingespannt ist). Unermüdlich. Die ersten Tage habe ich immer gesagt, er soll Pause machen. Er soll sich hinsetzen und Anweisungen geben. Aber er sagt, das geht nicht. Er kann nicht zugucken wenn andere arbeiten. Also arbeitet er solange, bis er abends sein Bein nicht mehr spürt und die Hände voller Blasen sind. Alter Sturkopf ❤

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Nachdem die letze Ration Putz für heute aufgebraucht war, habe ich mit meinem Vater noch Trockenbauplatten geholt, die zwischen Wohnzimmer und Kinderzimmer den Durchgang schließen sollen. 2,5m lang sind die Dinger und der Transport ein weiterer „Ob das mal gut geht“-Punkt auf der Tagesordnung. Ging aber.

Um kurz vor 19 Uhr schlugen wir dann wieder in der alten Wohnung auf. Meine Mutter hat dort den ganzen Tag He-Man (abe Mittags auch MiniMi) und zusätzlich meinen Neffen, der gerade bei meinen Eltern urlaubt, bespaßt. Auch eine ehrenhafte Aufgabe den Tag mit drei Kindern zu überleben.

Den Kindern geht der trubelige, verschobene Alltag in der halb ausgeräumten Wohnung jetzt schon schwer an die Nieren. Ich zähle die Tage bis zum Umzug und hoffe dann für uns alle auf ein bisschen Alltag und Normalität. Jetzt kommt erstmal Ostern: Eine kleine Pause zum durchatmen, mit mehr Familienzeit. Hoffentlich.

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