Danke, Mama, danke!

Schüchtern ist es, das MiniMi, aber trotzdem gleichzeitig wortgewaltig und manchmal auch ganz schön frech. So kräht sie zwar lautstark „Flaaaaischwuuust, Mama. Flaischwust!“, sobald die Wursttheke in Sichtweite kommt. Sich aber anschließend bei der Verkäuferin zu bedanken, so weit reicht der Mut dann nicht. Mit Fremden redet sie nicht gerne, und sei es nur ein kleines „Danke“.
Dafür benutzt sie das Zauberwort zuhause geradezu inflationär. Ein Apfel? „Danke, danke!“ Einmal Naseputzen? „Danke, Mama! Danke!“ Dabei ist der Tonfall das absolute Highlight. Sie sagt das so, als ob man ihr gerade den allergrößten, sehnlichsten Herzenswunsch erfüllt oder sie in letzter Sekunde gerettet hätte.
Heute, als ich sie von der Tagesmutter abhole, fragt sie mich, ob ich das neue, große Auto mit hätte (Wir bekommen nächste Woche ein neues Auto). Ich antworte: „Nein, aber Mama hat die neuen Kindersitze eingebaut. Du kannst schon in deinem neuen Sitz fahren.“ Und sie strahlt mich an: „Danke, Mama!“ Aber bitte doch.

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