Das zupfende Stehaufchen

Ein leidiges Thema ist es immer wieder: Der Schlaf von Babys. Auch beim MiniMi ist das eine der wenigen „Baustellen“, die mir das Mamasein zurzeit vermiesen. Über meinen Feierabend möchte ich dabeig ar nichts sagen, denn dass könnte Leute wie den alten Murphy und Konsorten auf den Plan rufen. Das Problem beginnt erst in der Nacht.
Wenn der Mann und ich zu Bett gehen, steht das MiniMi unter Garantie innerhalb der folgenden Stunde am Gitter un will zu uns in die „Besucherritze“. Soweit so gut – das stört uns beide nicht weiter. Leider hat das MiniMi zwei sehr nervige Angwohnheiten entwickelt, mit denen sie sich in unserem Bett selber vom Schlafen abhält.
Zum einen ist da das Haareraufen. Sie greift nach meinen Haaren, denen des Mannes oder ihren eigenen und lässt sie durch ihre Hände gleiten. Am liebsten nimmt sie meine, denn die sind die längsten im Bett. Nicht nur, dass mich das wahnsinig macht, ich immer wieder ihre Hand wegnehme und in zunehmend genervterem tonfall sage dass sie die Finger von meinem Kopf lassen soll (Wahlweise zieht sie nämlich an den Wimpern oder gibt kostenlose Zahnuntersuchungen). Ich habe auch das Gefühl, dass sie durch diese oberflächlich beruhigenden Handlungen eigenltich davon abgehalten wird, wirklich in den Schlaf zu finden. Sie döst so vor sich hin, wird aber immer wieder wach.
Das bringt mich zu Punkt 2: Das Steaufchen. Das MiniMi liegt also zupfelnd in meinem Arm, windet sich aufeinmal – auch wenn ich sie festhalte – und springt dann auf zum Sitzen oder Stehen. Zack, richtig wach.
Beides macht sie gerne in Kombination auch mal drei Stunden lang, mitten in der Nacht, oder immer mal wieder, so um 1, 3, 5, 6 und 7 Uhr. Das sind dann jedes Mal eine wache halbe Stunde für sie und mindestens eine wachse Stunde für mich, weil ich nicht wieder einschlafen kann. Mich hat auch ganz eindeutig schon die Schwangerschaftschlaflosigkeit gepackt.
Ein Fläschchen trinkt sie Nachts eigentlich nicht mehr. Heute Nacht habe ich ihr eines angeboten, dass sie auch halb getrunken hat. Sie trinkt gegen 19:30h ihre Abendflasche und frühstückt gegen 9:00h morgens. Dazwischen verlangt sie von sich aus nicht nach trinken.
Ich habe sie in so einer Stehaufphase auch schon mal (mit Ankündigung) wieder in ihr eigenes Bett gelegt, aber das lässt sie zurzeit nicht zu. Sie springt dann sofort wieder auf und steht wütend-traurig schreiend am Gitter. Ich liege ungefähr 30 cm davon entfernt in meinem eigenen Bett, aber das reicht ihr nicht.
Im Moment bin ich ratlos, wie sie zu besserem Schlaf finden kann. Ich bin wirklich schon geneigt, sie nur noch in ihrem Bett schlafen zu lassen, damit wir alle mal wieder etwas Schlaf bekommen. Leider weiß ich nicht, wie ich ihr das begreiflich machen kann. Ich möchte nicht, dass sie sich verletzt fühlt, weil sie nicht mehr bei Mama und Papa schlafen darf. Aber dieses Gehampel jede Nacht muss irgendwie ein Ende finden.

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4 Gedanken zu “Das zupfende Stehaufchen

  1. wie alt ist sie? mit meinem minime (bald 2) klappt es in solchen fällen, wenn ich ihn in sein bett lege, fläschchen geben, und mich mit meinem notebook daneben setze. win-win- er schläft, ich kann surfen 😉

  2. Das selbe Problem hatten wir mit unserem großen auch (sogar im selben alter). Ich hab gedacht er wacht vielleicht auf weil ich und der Mann schnarchen.Kaum waren wir eingeschlafen wachte er auf. Als er dann in seinem Zimmer hingelegt wurde schlief er durch -ohne Probleme.Vielleicht hilft das ja auch bei euch?

  3. Idee: Normal großes Bett (oder Matratze falls Sturzgefahr) ins Kinderzimmer, gemeinsam reinlegen, Kind schläft ein, Mama schleicht sich raus, in der Nacht genau so wiederholen.
    Bei uns hat das normal große Bett eine enorme Verbesserung gebracht, da es einfach mehr als „Bett“ (so wie bei Mama und Papa) akzeptiert wird.

    Allerdings bekam unsere das Bett erst mit knapp 2. Sie hat bis 14 Monate bei uns geschlafen und am Ende sich auch so furchtbar unruhig verhalten, so dass wir sie des Zimmers „verwiesen“ 😉 hatten. Danach hieß es einige Monate abends lange händchenhalten, aber dann schlief sie immerhin in ihrem Bett durch.

    Zweite Idee. Papa legt sich in die Mitte zwischen euch. Bei Sturzgefahr evtl. die eine Bettseite bis an die Wand schieben. Oder das Kinderbett noch daneben stellen. Einfach damit sie lernt nicht neben dir zu schlafen. Papas stören sich auch häufiger weniger an den Geräuschen und dem Gestrampel.

    Wenn die Große bei uns nachts so absolut „wach“ war dann haben wir einfach vorgetäuscht weiterzuschlafen (nur mit Nachtlicht an) und so weit es geht nicht auf das Rumgehampel reagiert. Höchstens mal gesagt, es ist dunkel und alle schlafen jetzt.

    So, ich hoffe das gibt ein wenig Inspiration. Bin gespannt wie es weitergeht. Mir steht das ja wohl auch nochmal bevor 😉

  4. Ich hoffe, es hat sich in der Zwischenzeit etwas getan!? Bei uns (Rehlein, 6 1/2 Mon.) läuft es gut, doch das kann sich ja jeder Zeit ändern. Ich würde sie aber auch konsequent in ihrem Bett schlafen lassen und eben immer wieder zu ihr reingehen, beruhigen etc. Nur eben nicht mit rübernehmen. Irgendwann weiß sie dann, dass es eben nur diese Option gibt. Das braucht viele Nerven, die man einfach nicht immer hat. Doch du brauchst ja deinen Schlaf und sie kommt auch nicht zur Ruhe, wenn sie mamas und Papas Bett als Entertainmentbühne sieht 🙂 Ich wünsche dir viel Gelassenheit!!!

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