Eigentlich nur ein Schnupfen…

…war es, der uns nach einer durchröchelten Nacht heute Morgen zur Kinderärztin trieb. Ich wollte nur sicher sein, dass das verschleimte Geräusch nicht aus der Lunge kommt, sondern „nur“ aus den Nasenhöhlen. Beim Abhören entdeckte die Ärztin aber ein ganz anderes Geräusch, dass eigentlich nichts im Babykörper zu suchen hat. Umgehend wurden wir zum Kinderkardiologen an der Uniklinik geschickt, bei dem die Praxis uns für nur zwei Stunden später einen Termin organisierte.
Der Ultraschall zeiget das, was beim Schall vor der Geburt – unter anderem – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen worden war. Ein Ventrikulärer Septumdefekt, oder einfach gesagt: Ein Loch in der Wand zwischen rechter und linker Herzkammer, direkt hinter der Aortenklappe. 5 Millimeter groß. Nur zum Vergleich: Das gesamte Herz ist so groß wie die Faust des MiniMi, und die ist zurzeit noch nicht größer als eine ordentliche Walnuss.
Noch ist nicht klar, ob das Loch zuwachsen wird oder ob eine Operation nötig ist. Bei der würde das Herz des MiniMi angehalten und ein Flicken über das Loch gesetzt. Ich mag gar nicht dran denken. Solange aber das Herzlein – und auch die Lunge, in die durch das Loch zuviel Blut strömt – nicht zu sehr belastet sind, darf das MiniMi ersteinmal ein halbes Jahr wachsen, bevor diese Entscheidung gefällt werden muss.

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4 Gedanken zu “Eigentlich nur ein Schnupfen…

  1. Meine liebe Frau Zeitlos, der Patengnom wurde mehrere Wochen zu früh wegen Herzrhythmusstörungen geholt und hatte auch ein solches Loch im Herz, das nun (er ist jetzt ein Jahr alt) bestens verheilt ist. Ich hoffe, sehr für euch, dass das bei der kleinen MiniMi auch so laufen wird und keine OP nötig ist. Vielleicht macht der Patengnom euch etwas Hoffnung. Ansonsten drücke ich die Daumen und fühle sehr mit euch!!!

  2. Ich wünsche das Beste. Ich erinnere mich noch ganz genau an ein kleines Mädchen im Münchner Herzzentrum, das genau mit diesem Problem dort war. Es war ein paar Tage zuvor operiert worden, und strahlte mich von der Krabbeldecke an. Und an den 65-jährigen, der bis dahin nichts von seinem Loch in der Scheidewand gewusst hatte.

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