Unter uns, Teil 3

Neues aus der Nachbarschaft: In der Zwischenzeit war ein Techniker des Vermieters da und hat sich angehört, wie die Geräuschentwicklung in der Wohnung unter uns ist. Ich pfefferte dazu fröhlich Bauklötze durch die Gegend und trampelte überall durch die Wohnung. Anschließend kam er zu mir hoch und verkündete: Alles in Ordnung. Es sei nicht lauter, als es halt in einer Altbauwohnung zu erwarten sei.

Die Nachbarn unten hatten sich halt anderes erhofft. Sie hätten gerne, dass Spanplatten und Estrich auf unsere Holzdielen gelegt werden.Wir finden das weniger gut, da wir die Wohnung unter anderem wegen des schönen Bodens ausgewählt haben. Außerdem haben wir natürlich wenig Lust, kein Jahr nach Einzug hier wieder alles auf den Kopf zu stellen, aus- und umzuräumen. Würde der Vermieter die Arbeiten bezahlen, wären wir allerdings dazu bereit gewesen. Auf eigene Kosten den ganzen Aufwand zu betreiben? Das wollen wir keines Falls.

Seit klar ist, dass unser Alltagslärm auch vom Vermieter abgesegnet ist, haben die Nachbarn sozusagen Eskalationsstufe 2 gezündet. Freitag und Samstag wurde von jeweils 6:30 bis 7:00 mit einem schweren Ball getitscht, mit Stöcken auf den Boden getrommelt, getrampelt usw. Der Radau folgte auch tagsüber schon mehrfach, wenn das MiniMi laut spielte.

Ich persönlich finde das einfach nur albern, den Mann belastet das aber sehr. Und mit sehr meine ich: Sehr, sehr, sehr. Er ist der festen Überzeugung, dass solche Idioten sonst auch zu wer weiß was fähig sind. Ich sehe seinem Gesicht seit zwei Tagen an, wie der Gedanke in ihm arbeitet, wie sehr er sich unter Druck fühlt. Für ihn ist die einzige Lösung im Moment Auszug.

Außerdem sieht der Mann die Kinder beeinträchtigt. Das sind sie auch in der Tat: Einfach weil die Stimmung bei uns angespannt ist. Wir haben heute versucht (und ich unter der Woche auch), möglichst lange außer Haus zu sein. Kaum waren wir am späten Nachmittag wieder in der Wohnung – das MiniMi hüpfte von einem Höckerchen auf einen Teppich – trampelte es von oben zurück.

Der Mann sprach daraufhin die Nachbarin gegenüber um Rat an. Das war ein guter Schritt, weil sie praktikable Ideen hatte und auf jeden Fall auch auf unserer Seite war. Am Abend kamen dann noch Freunde vorbei, die auch in der Nähe wohnen. Er hat netterweise die Geschichte schon in der Straße gestreut und überall Empörung geerntet. Außerdem haben beide uns ihre Unterstützung zugesagt, den sehr geknickten und deprimierten Mann aufgebaut und schließlich zu einer Kneipentour entführt.

Der nächste Schritt wird nun erstmal sein, die Nachbarn konkret auf ihr Verhalten anzusprechen und gegebenenfalls eine Hausversammlung einzuberufen. Insgesamt gibt es hier nämlich sechs Parteien im Haus. Vielleicht hilft da der Druck der Gemeinschaft.

Fortsetzung folgt.

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OP und Krankenhaus – An der Seite des Kindes

Die wunderbare und kluge Nadine vom Buntraum hat einen sehr guten Text darüber geschrieben, wie Eltern ihr Kind bei einer OP begleiten können.
Sie fragt in dem Artikel auch nach hilfreichen Tipps anderer Eltern. Das MiniMi hatte den gleichen Herzfehler wie ihr Sohn und ist auch fast im gleichen Alter operiert worden. Ich kann euch also auf jeden Fall sagen, dass der Artikel von Nadine Gold wert ist. Gerne möchte ich euch aber auch von unserer OP-Erfahrung berichten, über die ich – wie ich gerade feststellen musste – noch gar nicht detailliert geschrieben habe hier im Blog.

Sommer 2012: Das MiniMi ist gerade gute fünf Monate alt, als es Zeit wird, ihren Herzfehler zu beheben. Das Loch im Ventrikelseptum wächst nicht zu, Herz und Lunge werden durch den entstehenden Druck zu stark belastet. Ein OP-Termin im Kinderherzzentrum Bad Oeynhausen wird festgelegt, eine Woche Krankenhausaufenthalt steht dem MiniMi bevor. Da der Mann noch studiert sind wir in der glücklichen Lage beide die gesamte Zeit vor Ort zu sein.

Am ersten Tag finden erstmal Voruntersuchungen und Arztgespräche statt. Die Station ist voll, sehr sehr voll. So verbringen wir fast die gesamte Zeit mit Warten im Spielbereich der Etage. Erst gegen Abend erhalten das MiniMi und ich einen Platz in einem Mutter-Kind-Zimmer. Der Mann bekommt vom Krankenhaus einen Pensionsplatz vermittelt.

Das ist ein Punkt, den man als Eltern vorher erfragen kann: Gibt es Eltern-Kind-Zimmer? Gibt es Unterkunftsmöglichkeiten für den anderen Elternteil? Wir hatten das große Glück, dass sich das Herzzentrum sehr gut um die Eltern kümmert. Ich weiß nicht, wie das in anderen Kliniken ist.

Wir führen ein erstes Gespräch mit einer Krankenschwester, die sich ausschließlich um die sozialen Belange der Eltern kümmert. Sie leitet zum Beispiel die Zimmervermittlung in die Wege, gibt uns einen Ausweis für die Kantine, erklärt uns, was am Tag der OP mit dem MiniMi passiert. Zu den Voruntersuchungen gehört ein EKG, Ultraschall und Röntgen. Bei letzterem können wir leider nicht dabei sein und müssen draußen warten. Wir hören das MiniMi herzzerreißend schreien.

Generell bleibe ich bei meinen Kindern bei allen Untersuchungen und Prozeduren dabei, solange das anwesende Fachpersonal keine wirklich guten Gründe dagegen vorbringen kann. Ich bin mir heute noch nicht sicher, ob es eine gute Idee war, nicht doch darauf zu bestehen mit zum Röntgen reinzugehen. Zum eigentlichen Röntgenvorgang muss man den Raum ja eh verlassen. Ich wünschte, ich hätte das MiniMi trotzdem bei dieser fiesen Prozedur begleitet. Wer gute Nerven hat kann diesen Link anklicken.

Ebenfalls am Vortag finden die chirurgischen und anästhetischen Vorgespräche statt. Ersteres ist sehr ausführlich und beruhigend, letzteres versucht der junge, gestresste Arzt zu schludern. Eine Schwester bringt mir nur die Bögen zum Unterschreiben. Ich weigere mich und bestehe auf dem Gespräch, das dann tatsächlich noch am späten Abend stattfindet, als das MiniMi schon schläft.

Ich kann nur raten, wirklich alle Fragen zu stellen, die einem einfallen. Wir haben sogar gefragt, was passiert, wenn die Herz-Lungen-Maschine ausfällt. (BTW: Die kann sogar per Handkurbel betrieben werden) Und der Mann klatschte dem jungen Anästhesisten sogar an den Kopf “Sie machen aber nicht die OP, oder?”. 

Mit unserem gewohnten Abendritual habe ich das MiniMi sogar trotz Gitterbett und Zugang im Kopf zum Schlafen gebracht. Der Mann schafft es kaum , ihr Gute Nacht zu sagen, weil ihm der Anblick das Herz bricht. Ich stelle mir den Wecker, damit sie in der Nacht noch einmal trinken kann, bevor sie nüchtern bleiben muss. Leider mag sie genau dann nicht gestillt werden. Als sie schließlich durstig wach wird, darf sie nicht mehr. Damit sie trotzdem Flüssigkeit bekommt, wird sie an eine Infusion angeschlossen. Ich bitte den Pfleger, wie abgesprochen, ihr schonmal das Beruhigungsmittel zu verabreichen, damit sie morgens schläft, wenn es in den OP geht. Dazu erhält das MiniMi eine Art flüssiges Zäpfchen, das sie zwei Minuten später direkt in die Windel retour schickt. Mit Mühe schläft sie wieder ein, das Mittel scheint sich wohl komplett verabschiedet zu haben. Morgens freue ich mich, dass sie schläft, als ihre Begleitung in den OP erscheint. Kaum legen die Schwestern aber Hand an das Bett, schreit das MiniMi – und zwar regelrecht wie von Sinnen. Die Ärztin erspart ihr weitere Qualen und knockt sie mit einer Spritze regelrecht aus. Als sich die Aufzugtüren schließen, breche ich regelrecht zusammen. Bis dahin war ich stark und innerlich hart gegen mich. Nun schreie ich verzweifelt “Das ist mein Baby! Sie haben mein Baby mitgenommen!” Erst im Büro der Sozialschwester komme ich wieder etwas zu mir. Sie lässt uns ungestört ein Ströphchen heulen, bespricht dann nochmal detailliert mit uns, was gerade mit dem MiniMi passiert und zeigt uns die Intensivstation, auf der wir das MiniMi wiedersehen werden. Dann heißt es warten, warten, warten.

Etwas, das wir in der Zwischenzeit erledigen, ist eine Milchpumpe zu organisieren. Nach der OP wird das MiniMi erstmal unter Beruhigungsmitteln gehalten und kann nicht stillen. Da wäre es gut gewesen, vorher ein Rezept vom Frauenarzt mitzunehmen, damit das etwas reibungsloser klappt. 

Wir gehen spazieren, erhalten einen Anruf, das wir ein Apartment im Ronald-Mc-Donald-Haus bekommen können, räumen das Pensionszimmer und ziehen im Haus ein. Der Mann ist mit den Nerven fertig und muss sich mehrmals setzen, um nicht umzukippen. Als wir gerade wieder im Auto sitzen, kommt der erlösende Anruf: Alles ist gut gegangen!

Einige Zeit später können wir das MiniMi auf der Intensivstation besuchen. Nichts, aber auch wirklich nichts hat uns auf diesen Anblick vorbereitet. Ungefähr tausend Schläuche und Kabel kommen und gehen aus allen erdenklichen Körperöffnungen. Klein und bleich liegt sie da, beatmet, nackt. Unruhig sei sie, wird uns gesagt. Vielleicht könnten wir sie besser beruhigen. Und so stehen wir zwei Tage lang an ihrem Bett, streicheln freie Hautstücke und singen leise das gesamte Repertoire an Wiegen- und Kirchenliedern, das wir zu bieten haben.

Wir sind eigentlich froh, dass wir nicht die ganze Zeit bei ihr sein dürfen, weil es so unfassbar anstrengend ist. Die Mittagspause und die Abende, die wir für uns haben, sind wichtig zur Erholung. Am ersten Abend spazieren wir regelrecht euphorisch durch den Kurpark und gehen dann fein essen. Ich glaube, dass es bei solchem Stress wichtig ist, gezielt Pausen uns Erholung zu suchen. Das kann ein Kaffee mit anderen Eltern sein oder morgens der Weg zu Fuß zur Klinik.

Sie schläft die gesamte Zeit, aber trotzdem bekommt sie mit, was mit ihr passiert. Als die Drainagen und die Beatmung gezogen werden, hat sie beide Male solche Angst, dass die Betäubung wieder verstärkt werden muss. Am dritten Tag darf das MiniMi schon hoch auf die normale Station. Sie erholt sich in den kommenden Tagen immer ein Stück mehr, und das sehr schnell. Es ist eine Freude, ihr dabei zuzusehen. Leider ist kein Mutter-Kind-Zimmer frei. Jeden Abend bringen wir das MiniMi irgendwie im Bett zum Schlafen, doch meist muss ich dann noch einmal ins Krankenhaus zurückkehren, weil sie wach geworden ist und nicht wieder schlafen will. Die Nachtschwestern kümmern sich rührend: Sie fahren das MiniMi im Kinderwagen rum, mit Wärmekissen am Bäuchlein und Spieluhr im Arm. Eine Tagschwester hat das MiniMi besonders ins Herz geschlossen: Sie erzählt uns am nächsten Morgen, dass sie das wache MiniMi mit zur Übergabe genommen hat und dann nach ihrem Dienst geblieben ist, um sie in den Schlaf zu tragen. Es tut weh, vom MiniMi getrennt zu sein, aber es tut gut, zu wissen, dass sich so liebevoll um sie gesorgt wird,

Als das MiniMi auf die normale Station verlegt wird, versuche ich auch wieder sie zu stillen. Leider vergebens: Sie spuckt die Brustwarze aus, als hätte sie ein rohes Stück Fleisch im Mund. Ich versuche es mehrfach, auch als ich sie schließlich wieder auf den Arm nehmen darf. Nichts hilft, das MiniMi akzeptiert nur noch das Fläschchen. So muss ich von einem auf den anderen Tag abstillen.

Wichtig für den Krankenhausaufenthalt ist es, die übliche Nahrung des Babys mitzunehmen. Natürlich gibt es Babymilch im Hospital, aber uns wurde auch gesagt, dass der Körper belastet genug ist. Da muss man nicht unbedingt den Darm noch an andere Milch gewöhnen.

Schon nach sechs Tagen ist das MiniMi so fit, dass wir sie mit nach Hause nehmen dürfen. Es ist unfassbar, wie schnell sich Kinder erholen. Auf der normalen Station hat sie ganz fix angefangen zu spielen und sich sogar wieder auf den Bauch zu drehen –  trotz durchsägtem Brustbein. Fünf Wochen nach der OP lernt sie zu robben.

Praktisch für Babys, die liegen müssen, sind Spielzeuge zum Aufhängen. Ein Stück Schnur oder Verband lässt sich gut vom Kopf-zum Fußende spannen und daran etwas interessantes in Armweite des Kindes zu befestigen. Wir hatten für das MiniMi unter anderem diesen Spielknoten, den sie sehr fesselnd fand.

Abschließend möchte ich sagen, dass uns in der Zeit des Krankenhausaufenthalts positive Unterstützung anderer Menschen sehr geholfen hat: Aufmunternde Worte von Eltern, Schwiegereltern und Freunden zum Beispiel, der Austausch mit den anderen Eltern im Krankenhaus – aber auch meine Twittertimeline war eine große Stütze.

Was wir gar nicht gebraucht hätten, war der Streit mit meinen Eltern, die unbedingt das MiniMi im Krankenhaus besuchen wollten. Gut gemeint ist nicht immer unbedingt gut. Da kann ich an dieser Stelle nur alle Angehörigen aufrufen, auf die Eltern des Kindes zu hören, was für dem kleinen Patienten gerade hilft und was nicht. Auch wenn einem das Wohlergehen und Schicksal des Kindes noch so berührt uns ans Herz geht, freuen sich kleine Babys einfach nicht über Besuch, Jubel und Trubel.

Nun ganz zum Schluss für alle Leser, die es vielleicht mal brauchen und damit etwas anfangen können, ein paar schöne Worte, die mir mein Chef schrieb und die mich sehr berührt haben: “An jenen Stellen des Weges, an denen nur noch eine Spur zu sehen ist und man meint, Gott sei nicht mehr mit einem gegangen, hat Gott uns getragen.”

 

P.S.: Interessant sind vielleicht noch die folgenden Posts zur Vorbereitung auf den kardiologischen Check-up und  Begleiten des Kindes bei der Untersuchung

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Gratis Fleckentferner

Viele werden es wissen, manche aber vielleicht auch nicht. Deshalb erzähle ich heute mal vom günstigsten und einfachsten Fleckentferner der Welt. Milchkacka, Tomatensaft, Möhrenbrei, Spinatspucke – auf Babyklamotten landen täglich die unterschiedlichsten Flecken. Und wer kennt das nicht: Das allerliebste Lieblingsminishirt wandert verkleckert in die Waschmaschine und kommt leider nicht sauber wieder hinaus. Eine Schattenlandschaft auf dem Stoff kündet vom Schmutz der letzten Mahlzeiten. Für Flecken organischen Ursprungs gibt es allerdings ein denkbar einfaches Gegenmittel: die Sonne, beziehungsweise UV-Licht.

Ein dreckiges Kleidungsstück wandert hier erstmal auf den Balkon – egal ob Sommer oder Winter. Ich wasche dazu gerne die Sachen vorher und lege sie dann raus, so wie man es früher auch mit der frischen Bettwäsche zum Bleichen machte. Scheint die Sonne vom Himmel kann man fast dabei zuschauen, wie die Flecken verschwinden. Ist es eher regnerisch-bewölkt kann es auch mal ein paar Tage dauern, bis sich die Wirkung zeigt.

In zweieinhalb Jahren Babyfleckwäsche habe ich erst zweimal erlebt, dass diese Methode nicht funktionierte: Ein Body mit Brombeerflecken wohnte drei Wochen auf der Balkonbrüstung und trotzdem sind immer noch ganz leichte Schatten im Stoff zu sehen. Und gegen blaue Wasserfarbe war die Sonne auch machtlos – aber die geht auch mit gekauftem Fleckentferner nicht wieder raus.

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Kleiner Bücherwurm (1)

Schon als kleines Kind liebte ich Bücher, Bücher, Bücher. Wenn man meinen Eltern glauben darf, las ich mit zwei Jahren sogar intensiv Seite für Seite das Telefonbuch. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich meine Kinder auch für das Lesen begeistern könnte. Beim MiniMi funktioniert das bislang ganz gut. Und auch He-Man entdeckt mit einem Jahr seit Kurzem die Leidenschaft für Bücher.

Bislang hatte er da überhaupt keinen Sinn für, wenn ich ihm versuchte, Bilderbücher zu zeigen. Sofort wollte er runter vom Schoss und weg. Nun krabbelt er plötzlich selber zum Regal und schaut sich nacheinander alles an, was es da an Papier zu greifen gibt.

Weil ich die Suche nach guten Kinderbüchern immer schwer finde, wollte ich euch heute gerne drei von He-Mans derzeitigen Favoriten vorstellen. Auch das MiniMi fand diese Bücher toll, sogar etwas eher als ihr Bruder. Ich denke mal, dass so etwa 8 bis 18 Monate eine ganz gute Altersbreite für diese Bücher ist, unabhängig davon, was die Altersangabe von Seiten des Verlags betrifft. Was lesen eure Kinder mit einem Jahr denn gerne?

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Babys allererstes Fühlbuch, Usborne Verlag

Dieses Buch ist ein reines Fühlbuch. Es zeichnet sich durch seine kräftigen, kontrastreichen Farben, interessante Grafik und die aufwendige Fertigung der Fühlelemente aus. So gibt es auf jeder Seite ganz viel zu ertasten und zu sehen: Glitzernde Drachen, ein raues Vogelnest aus Klett, eine flauschige Raupe und vieles mehr. Schon an der Gummiblume auf dem Titel kann He-Man sich quasi nicht satt fühlen. Er beschäftigt sich gerne allein mit dem Buch. Als Eltern kann man aber auch schön dazu erzählen, was das Kind gerade ertastet – sei es die Sache an sich oder die Textur. 

Hier gibt es einen Blick in das Buch: Klick.
Das Buch wird auf der Verlagswebseite ab 6 Monaten empfohlen.

Meine ersten Tierbabys, ars edition

Noch ein Fühlbuch, diesmal aber mit Fotos. Auf jeder Doppelseite sind Tierbabys abgebildet, links steht ein ganz kleiner Text (den man sich für mich aber auch hätte sparen können), rechts ein großes Foto mit eingelassenem Fühlelement. Da gibt es kuschelige Kaninchen, flauschige Küken, weiche Schafe und mehr. Durch die große Spiralbindung können kleine Hände die Seiten besonders gut umblättern. He-Man befühlt gerne die verschiedenen Felle. Mir gefällt besonders gut, dass sich schön Tiere und Geräusche dazu erzählen lassen.

Hier gibt es einen Blick in das Buch: Klick
Das Buch wird offiziell ab 18 Monaten empfohlen.

Kleine Ente Nelli (von Maria Wissmann), Coppenrath

Vermutlich mittlerweile ein echter Klassiker unter den ersten Vorlesebüchern für Kleinkinder, darf die Ente Nelli auch bei uns durch das Kinderzimmer schwimmen. Schöne Bilder, große gut zu bedienende Klappen, einfache Sätze und trotzdem eine spannende Geschichte, die auch schon für die Allerkleinsten verständlich ist: Ente Nelli sucht ihre Mama und trifft dabei ganz viele andere Tiermütter, bevor sie ihre Familie wiederfindet. He-Man hört jetzt schon ganz gebannt zu und strahlt richtig, wenn er zum Schluss die Klappe öffnet, hinter der sich Mama Ente versteckt. Einziges Manko am Buch sind für uns die tollen Klappen: Das MiniMi geht gerne recht grob mit den beweglichen Teilen in Büchern um und so haben wir leider kein Klappenbuch, in dem nicht mindestens einmal Tesaflickstellen zu finden sind.

Hier der Link zum Buch beim Verlag: Klick
Das Buch wird offiziell ab 18 Monaten empfohlen. 

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Futter für faule Mamas: Selbstgemachte Pommes mit Mais und Fischstäbchen

Mittags gibt es hier häufig das gleiche Problem; die Kinder sind müde und gleichzeitig hungrig. Sie hängen quasi jammernd an meinem Rockzipfel, während ich versuche, etwas warmes Essbares auf den Tisch zu bringen. Deshalb gibt es nun eine Reihe im diesem Blog: Futter für faule Mamas. Darin beschreibe ich euch schnelle, einfache Gerichte, die meine Kinder auch gerne essen.

Heute: Selbstgemachte Pommes mit Mais und Fischstäbchen

Gleich vorweg, ihr lest richtig: Fischstäbchen. Die guten alten Dinger mit der fettigen Panade drum rum. Ich serviere die ehrlich gesagt ohne schlechtes Gewissen. Es ist nichts Gefährliches drin enthalten, sie stehen nicht jeden Tag (nichtmal jede Woche) auf dem Tisch und die Kinder essen sie furchtbar gerne. Außerdem machen sie sich bei diesem Gericht quasi nebenbei.

Nun aber zu den Pommes: Dazu schneidet ihr so viele Kartoffeln wie ihr mögt halb durch und dann in Pommesstreifen. In einer Schüssel oder im großen Gefrierbeutel mit 3 Esslöffeln Olivenöl, Thymian, süßem Paprikapulver, Pfeffer und Knoblauchpulver nach Geschmack vermischen. Auf ein Backblech mit Backpapier geben und schön verteilen, dass möglichst alle Pommes nebeneinander liegen. Bei 200 Grad Celsius Umluft etwa 20 bis 25 Minuten im Backofen brutzeln, bis die Pommes schön knusprig sind. Die Fischstäbchen zum passenden Zeitpunkt entsprechend der Packungsanweisung mit aufs Blech werfen.

Kurz bevor das Essen im Ofen fertig ist, eine kleine Pfanne erhitzen. Eine Dose Mais (oder mehr) abtropfen lassen und in die Pfanne geben. Mit Paprikapulver und einem ganz kleinen Spritzer Tabasco würzen und scharf anbraten lassen. Der Mais karamelisiert dann sehr schön und schmeckt extrasüß.

Das wars schon. Für mich gibt es am Tisch noch Salz auf die Pommes und für das MiniMi ein kleines Löffelchen Ketchup. Lecker Essen mit miniminiminimalstem Aufwand fertig.

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Viele kleine Unterschiede

Unsere Gene bestimmen in weiten Teilen, wie wir aussehen, wie wir uns verhalten und was wir können. Bei meinen Kindern ist es so, dass man tatsächlich eindeutig sieht, dass sie die Kinder ihres Vaters sind. Augen, Mund, Haare, Gesichtsform, Figur – alles kommt nach Papa, Papa, Papa. Ja sogar in gewissem Maße Opa, Opa, Opa könnte man sagen. Wir haben vor ein paar Monaten ein altes Babyfoto meines Schwiegervaters gefunden, auf dem er exakt genauso aussieht wie He-Man. Wäre da nicht der Sepiaton des Fotos und die niedliche gestrickte 50er-Jahre Babyjacke auf dem Bild: Keiner könnte die beiden auseinanderhalten.

Und doch täuscht der äußere Schein: beide Kinder haben nicht die gleichen Merkmale vererbt bekommen. Als Mutter bin ich selbst immer wieder überrascht, die Unterschiede zwischen beiden zu sehen und freue mich daran auch sehr. Das MiniMi war, wie schon mal beschrieben, in der grobmotorischen Entwicklung viel fixer. He-Man legt dafür mehr Wert auf Feinmotorik: Mit seinen gerade 12 Monaten rollt er zum Beispiel Autos richtig über den Boden und legt die Kullersachen in die Nic-Kugelbahn.

Zum Geburtstag hat er dieses Holzpuzzle bekommen. Fast sofort hat er das Prinzip verstanden und puzzelt schon jetzt fleißig daran rum. Den Ball kriegt er auch schon selbst in das Loch und freut sich darüber jedes Mal wie Bolle. Mich beeindruckt das sehr, denn das MiniMi hat mit zweieinhalb noch nicht durchstiegen, wie Puzzle so ganz funktionieren. An schlechten Tagen versucht sie selbst an diesem einfachen Holzpuzzle, das Auto verkehrt herum reinzustecken.

He-Man hat außerdem Rhythmus im Blut: Er klatscht, klopft auf Trommeln, Deckel oder ähnliches und haut Dinge gegeneinander um Klänge zu erzeugen. Und läuft dabei ein Lied oder wird gesungen, dann tut er das tatsächlich manchmal im Takt. Dazu wippt er dann fröhlich mit dem Popo.

Er kann sich wunderbar selbst beschäftigen und “liest” sogar selbst Bücher. Zwischendurch kehrt er von seinen Entdeckungstouren zu mir zurück, will auf den Schoß und ein bisschen kuscheln. Auch das ist für mich eine neue Erfahrung als Mama. He-Man ist so ein richtiger Schmusebär, der gerne seine Arme um meinen Hals legt und feuchte Babysabberküsse mit offenem Mund verteilt.

Ich bin so gespannt, wie meine beiden kleinen Menschen sich weiter entwickeln, welche Interessen, Fähigkeiten und Charakterzüge sie teilen, wo sie sich unterscheiden und ob sie das später als Gegensatz oder als Ergänzung empfinden werden.

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Unter uns, Teil 2

Wie vorausschauend von mir, diesen Post Teil 1 zu nennen. Unsere Nachbarn haben sich offenbar auch für diesen Sonntag etwas einfallen lassen. Wobei “Unter uns“ diesmal eigentlich nicht ganz korrekt ist: Über uns wohnen nämlich die Eltern der Nachbarin unten.

Heute morgen, es war vor sechs Uhr, schlummerte Familie Zeitlos noch im Land der Träume. Plötzlich von oben vertraute Geräusche: Bumm, bumm schepper, schepper, titsch, tisch, bumm. – normalerweise hören wir diese Geräusche aus unserer Wohnung und nicht aus der darüber. Es klang, als werfe jemand mit Holzklötzen, dripple einen Ball und renne wild durch die Gegend. 

Möglichkeit 1: Oben ist tatsächlich ein Kind zu Besuch, das von Herzen gespielt hat – wundersamerweise nur etwa von sechs bis sieben Uhr und nur direkt über unserem Schlafzimmer.

Möglichkeit 2: Jemand hat mit Absicht Krach verursacht, allein oder vielleicht sogar mit Alibikind. Ich halte diese Möglichkeit für die wahrscheinlichere und ehrlich: Das ist einfach nur albern und kindisch. Auf dem Niveau spiele ich das Spiel definitiv nicht mit.

Fortsetzung folgt

 

 

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