Laterne für ganz kleine Martinsfans

Nächste Woche ist es wieder soweit: St. Martin zu Ehren ziehen die Kinder im Land mit ihren Laternen durch die Straßen. Ich mag das furchtbar gerne, wie sich der kleine leuchtende Lindwurm singend zum Martinsfeuer bewegt. Vorne weg auf dem Pferd der heilige Martin, mittendrin die Feuerwehrkapelle oder ähnliches Tschingderassabumm.

In diesem Jahr gehen wir zum (politisch korrekt benannten) Laternenfest des Kindegartens. Das MiniMi hat eifrig an ihrer Apfel-Laterne geprickelt die letzten Wochen und singt den halben Tag Martinslieder rauf und runter. Natürlich braucht auch der kleine He-Man eine Laterne. Vergangenes Jahr hat er den Umzug verschlafen, aber dieses Jahr kann er den Stab selbst halten (respektive wegwerfen) und mag bestimmt auch ein Stück mitlaufen.

Auf der Suche nach einer möglichst robusten Laterne, die es verzeiht, am Stab auch mal großzügig umher gewirbelt zu werden, hatte die Leiterin von He-Mans Spielgruppe eine gute Idee, die ich sofort aufgegriffen habe: Eine Laterne aus einer kleinen PET-Flasche.

Ihr benötigt: 1 kleine durchsichtige PET-Flasche, 1 DIN-A4-Bogen Transparentpapier in kleine Schnipsel zerrissen, Bastelkleber oder Tapetenkleister (ich mag den festen Bastelkleber im Topf von Hema, weil die Kinder ihn gut mit dem Pinsel auftragen können), ein Stück Draht oder Kordel als Aufhängung
Außerdem nach Wahl: Glitzerstifte, Aufkleber, Tonkarton oder andere Dekorationen.

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Das Prinzip kennen vermutlich die meisten von den Luftballonlaternen: Das Transparentpapier Schnipsel für Schnipsel auf die Flasche legen und mit Kleister bepinseln, bis keine Lücken mehr da sind. Im Gegensatz zum Luftballon reicht bei der Flasche eine Schicht Papier.

Nach dem Trocknen noch nach Wunsch verzieren. Ich habe mit Glitzerstiften rote und goldene Punkte aufgetragen und zwei Blätter aus Tonkarton aufgeklebt. Aber da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Wie wäre es mit einer weißen Laterne mit einem aufgemalten Gespenstergesicht? Oder einer Regenbogenlaterne, bei der verschiedenes Papier in Reihen aufgeklebt ist?

Unsere Laterne hat sich schon als recht widerstandsfähig erwiesen. Bevor ich die Fotos machen durfte, hat He-Man sie schon mehrfach durch die Küche gepfefferte. Jetzt freue ich mich schon richtig auf die leuchtenden Kinderaugen, wenn wir nächste Woche mit den Laternen durch die Dunkelheit laufen.

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Futter für faule Mamas: Grießklößchensuppe

Zurzeit muss ich unter der Woche nur für He-Man und mich kochen. Leider macht er gerne Mittagsschlaf von 11 bis 13h. Dabei möchte er, dass ich dabei sitze, aber danach pronti das Essen auf dem Tisch steht. Deshalb müssen wieder die Ratzfatzrezepte herhalten. Heute erkläre ich Euch meine Grießklößchensuppe. Die Kinder lieben diese Suppe (und ich auch). Außerdem habe ich alle Zutaten immer im Haus.

Erstmal setzt man einen Topf halbvoll mit Wasser auf, etwa so ein Liter, und bringt das ganze zum Kochen. Dann wirft man ganz unelegant 2 Brühwürfel (z.B. Alnatura ohne Geschmacksverstärker) rein. Als nächstes wendet man sich dem Tiefkühlschrank zu: Entweder hat man total klug vorgeplant und immer wieder Gemüsereste (z.B. Blumenkohl, Möhre, Porree, Sellerie mit Blättern, Bohnen etc.) eingefroren oder man hat Tiefkühlsuppengemüse (z.B. Lidl Bio-Suppengemüse) vorrätig. Davon wirft man einen guten Batzen in die köchelnde Brühe. Außerdem noch einen guten Schwung Suppennudeln. Wir mögen unsere Suppe mit vielen Nudeln.

Wenn gar keine Zeit ist, ist die Suppe damit schon fertig, wenn die Nudeln gar sind. Ansonsten fehlen nur noch die Grießklößchen.  Die funktionieren so:

In einem kleinen Topf etwa zwei fingerbreit Milch aufsetzen. Einen Würfel Butter hinzufügen und in der Milch schmelzen. Dann den Topf vom Herd nehmen. So viel Hartweizengrieß hinzugeben, bis sich eine etwas trockene Masse ergibt. Ein Ei  unterrühren. Mit zwei Löffeln Klöße abstechen und in die köchelnde Suppe geben. Wenn die Klöße oben in der Suppe schwimmen, sind sie gar. So schnell, so einfach.

Wichtig ist eigentlich nur, rechtzeitig den Kindern ein Tellerchen zu füllen (für das Baby nur mit Suppeneinlage) und auf Esstemperatur zu pusten. Nudeln und Grießklöße sind nämlich gute Hitzespeicher und Kinder ja gerne ungeduldig. Ansonsten einfach: Guten Appetit!

Hier nochmal zum Einkaufen eine Kurzliste der Zutaten:
Brühwürfel
TK-Suppengemüse
Suppennudeln
Milch
Butter
Ei
Hartweizengrieß

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Parallelwelt

Ein Freund vom Mann zieht endlich bei den Eltern aus und in eine eigene Wohnung. Er sammelt Statuen und Spielfiguren von Computerspielcharakteren und teure Schuhe. Das meiste originalverpackt – nur gucken nicht anfassen. Ein wahres Museum voll teurer Sammlerstücke. Wir werden ihn niemals mit den Kindern besuchen können.

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Voll mies…

…dass ausgerechnet dann auf Twitter gestreikt wird, wenn ich mal Pause habe, weil He-Man schläft.

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Pädagogisch wertvoll

Der Mittagsschlaf, ein leidiges Thema zwischen dem MiniMi und mir. Trotz größter Müdigkeit tut das MiniMi alles, um zuhause mittags nicht schlafen zu müssen – und erst recht nicht alleine. Auch heute wieder: der kleine Bruder hatte vor dem Mittagessen geschlafen, war also wach, und sie sah gar nicht ein, warum es nun für sie Zeit wäre ins Bett zu gehen.

Eigentlich wollten wir mittags in die Bücherei gehen. Mit übermüdetem MiniMi wollte ich mir den Stress aber nicht antun. Nach 45 Minuten Gehampel und Gezappel im Bett, sagte ich dem MiniMi, es könne aufstehen, solle aber den Nachmittag im Zimmer spielen, weil sie müde so viel Unsinn macht und sich leicht weh tut* 

Zurzeit lese ich “How to talk so Kids will listen, how to listen so Kids will talk“. Darin gibt es eine Problemlösungstaktik mit Kindern, bei der man im ersten Schritt eine Art Brainstorming macht. Das Problem wird aufgeschrieben und alle möglichen Lösungen notiert. Auch ruhig mit kleinen Kindern, heißt es. Durch das Aufschreiben, fühlten sie sich mit dem Problem ernstgenommen. Da Mittagsschlaf schon ewig ein Problem ist, dachte ich mir: Warum nicht ausprobieren?

Ich nahm Stift und Papier, rief das MiniMi in die Küche und erklärte, was ich vorhatte. Generell war sie ganz angetan von der Idee. Also schrieb ich auf: “MiniMi ist mittags sehr müde, möchte aber nicht einschlafen“.

“Wie könntest du denn vielleicht besser einschlafen? Hast du eine Idee?“, fragte ich sie. Das MiniMi schaute mich an, überlegte und piepste dann voller Überzeugung:“Ich könnte Bonbons essen!“

30 Monate sind vielleicht doch ein bisschen zu klein für diese Art der Problemlösung.

 

 

 

 

 

*bewahrheitete sich später leider, als sie mit dem Hüpfpferd rückwärts ins Billyregal stürzte.

 

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Schon groß

Gestern hatte das MiniMi einen aufregenden Tag. Morgens zum ersten Mal Schwimmkurs mit Papa, mittags Jubeltrubelbesuch im Haus. Verständlich, dass sie abends nicht einschlafen konnte. Nach einer Stunde Lesen mit Papa, sang sie noch eine weitere halbe Stunde im Bett das Begrüßungslied aus dem Schwimmkurs vor sich hin: “Heeerßaun, Hallo! Heeeeerßaun, Hallo!…“ Schließlich ging ich rein und bot ihr an, nochmal ihre Sternenlichtspieluhr einzuschalten. Sie lag schon mit halb geschlossenen Augen im Bett, aber nuschelte energisch durch den Schnuller:“Nein, is bin son groß. Is kann ohne Musik einslafen.“  <3

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Unter uns, Teil 3

Neues aus der Nachbarschaft: In der Zwischenzeit war ein Techniker des Vermieters da und hat sich angehört, wie die Geräuschentwicklung in der Wohnung unter uns ist. Ich pfefferte dazu fröhlich Bauklötze durch die Gegend und trampelte überall durch die Wohnung. Anschließend kam er zu mir hoch und verkündete: Alles in Ordnung. Es sei nicht lauter, als es halt in einer Altbauwohnung zu erwarten sei.

Die Nachbarn unten hatten sich halt anderes erhofft. Sie hätten gerne, dass Spanplatten und Estrich auf unsere Holzdielen gelegt werden.Wir finden das weniger gut, da wir die Wohnung unter anderem wegen des schönen Bodens ausgewählt haben. Außerdem haben wir natürlich wenig Lust, kein Jahr nach Einzug hier wieder alles auf den Kopf zu stellen, aus- und umzuräumen. Würde der Vermieter die Arbeiten bezahlen, wären wir allerdings dazu bereit gewesen. Auf eigene Kosten den ganzen Aufwand zu betreiben? Das wollen wir keines Falls.

Seit klar ist, dass unser Alltagslärm auch vom Vermieter abgesegnet ist, haben die Nachbarn sozusagen Eskalationsstufe 2 gezündet. Freitag und Samstag wurde von jeweils 6:30 bis 7:00 mit einem schweren Ball getitscht, mit Stöcken auf den Boden getrommelt, getrampelt usw. Der Radau folgte auch tagsüber schon mehrfach, wenn das MiniMi laut spielte.

Ich persönlich finde das einfach nur albern, den Mann belastet das aber sehr. Und mit sehr meine ich: Sehr, sehr, sehr. Er ist der festen Überzeugung, dass solche Idioten sonst auch zu wer weiß was fähig sind. Ich sehe seinem Gesicht seit zwei Tagen an, wie der Gedanke in ihm arbeitet, wie sehr er sich unter Druck fühlt. Für ihn ist die einzige Lösung im Moment Auszug.

Außerdem sieht der Mann die Kinder beeinträchtigt. Das sind sie auch in der Tat: Einfach weil die Stimmung bei uns angespannt ist. Wir haben heute versucht (und ich unter der Woche auch), möglichst lange außer Haus zu sein. Kaum waren wir am späten Nachmittag wieder in der Wohnung – das MiniMi hüpfte von einem Höckerchen auf einen Teppich – trampelte es von oben zurück.

Der Mann sprach daraufhin die Nachbarin gegenüber um Rat an. Das war ein guter Schritt, weil sie praktikable Ideen hatte und auf jeden Fall auch auf unserer Seite war. Am Abend kamen dann noch Freunde vorbei, die auch in der Nähe wohnen. Er hat netterweise die Geschichte schon in der Straße gestreut und überall Empörung geerntet. Außerdem haben beide uns ihre Unterstützung zugesagt, den sehr geknickten und deprimierten Mann aufgebaut und schließlich zu einer Kneipentour entführt.

Der nächste Schritt wird nun erstmal sein, die Nachbarn konkret auf ihr Verhalten anzusprechen und gegebenenfalls eine Hausversammlung einzuberufen. Insgesamt gibt es hier nämlich sechs Parteien im Haus. Vielleicht hilft da der Druck der Gemeinschaft.

Fortsetzung folgt.

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